THOMAS BERNHARD: DIE MACHT DER GEWOHNHEIT

Projektbeschreibung

Das Forellenquintett/ übe ich/ zwanzig Jahre/ genaugenommen/ das zweiundzwanzigste Jahr/ Eine Therapie/ müssen Sie wissen/ Spielen Sie ein Instrument/ ein Saiteninstrument/ hat mein Arzt gesagt/ damit Ihre Konzentration nicht nachlässt. (…) Wenn es nur einmal/ nur ein einziges Mal gelänge/ das Forellenquintett/ zu Ende zu bringen/ ein einziges Mal eine perfekte Musik. (Caribaldi)

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Die Grundkonstellation in der Komödie Die Macht der Gewohnheit ist – wie immer bei Thomas Bernhard – genauso einfach wie wirkungsvoll: Fünf ‚Künstler‘ – Zirkusdirektor Caribaldi, seine Enkelin, der Jongleur, der Dompteur und der Spaßmacher – proben über zwei Jahrzehnte hinweg das Forellenquintett. Eine Überraschung fürs Publikum –  so will es der Direktor. Doch schon die Proben wollen nicht so richtig gelingen. Eine Aufführung hat bis dato noch nie stattgefunden. Der Direktor peitscht seine Leute weiter. Und diese sabotieren ihn, wo sie können.

Ein Künstlergott, der sein Opfer verlangt? Ein politisches Statement?  Eine Metapher auf die Macht, die zu dieser Zeit in Albanien immer noch sehr gut verstanden wird. 

Erstaufführung: 20. Juni 2009 im Nationaltheater Tirana

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Projektdetails

  • Klient: Nationaltheater Tirana
  • Aufgaben: Regie
  • Mit: Alois Gallé (Ausstattung), Gerald Bauer (Dramaturg), Georg Luksch (Musik)