DER BESTE EHEMANN VON ALLEN

Projektbeschreibung

Kishon verdankte seinem Übersetzer Torberg einen überwältigenden Erfolg im deutschen Sprachraum.

Torberg wiederum verdankte Kishon die Lösung seiner finanziellen Probleme. Die beiden Männer wurden Freunde.Doch Torberg hatte ein Problem damit, dass Kishon als Humorist nicht unbedingt auf gleicher literarischer Ebene mit ihm, dem Kritikerpapst, dem viel gepriesenen Autor des „Schüler Gerber“, rangierte. Er empfand seine literarische Hochzeit mit dem berühmtesten Satiriker der Welt nicht immer als standesgemäß. Dummerweise brachten ihm Kishons Bücher mehr Geld ein als seine eigenen. Und so verbündeten sich die beiden, gingen eine literarische Ehe ein, brauchten einander, zankten, versöhnten sich, schrieben sich Briefe an „Brother K.“, „Dear Nephew“, „My dear Identical Twin“ oder aber an „My beloved Sargnagel“.

Kishon musste hingegen mit zunehmenden Deutschkenntnissen feststellen, dass Torbergs Übersetzungen eigentlich gar nicht so viel mit dem Originaltext zu tun hatten. Darauf angesprochen, erwiderte Torberg: „Mein Sohn, der Ruhm gehört ganz allein dir. Wage es also nicht, mir bei der Übersetzung dreinzureden, denn mein Deutsch ist makellos. Ich schreibe genau das, was du eigentlich hättest schreiben wollen.“

Uraufführung: 05.11.2011, Berio-Saal, Wiener Konzerthaus

Projektdetails

  • Klient: Wiener Konzerthaus, Hörbigerhaus, Landestheater St. Pölten, Thalia Theater Hamburg, Israel-Tournee
  • Aufgaben: Buch und Regie
  • Mit: Michael Maertens, 4-facher Schauspieler des Jahres, als Kishon. Toni Slama, Schauspieler des Jahres, als Torberg.